Termine
 
04.05.2017 oder 11.05.2017
jeweils 14:30h - 15:30h

Einladung an alle Schülerinnen und Schüler zur Mitgestaltung des neuen Lernaufgabenheftes im PC-Raum.

Förderverein
Mitgliederversammlung 2017

13. Juni 2017 - Uhrzeit folgt
Lehrerzimmer

 

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Schulordnung

Leitfaden für Elternvertreter


Einblick in die offene Schulanfangsphase

1. Einleitung und Darstellung der gesetzlichen Grundlagen

Nach dem neuen Schulgesetz vom 26. Januar 2004 werden im § 20, Absätze 1 – 7 der Aufbau der Schule / Primarstufe geregelt.
„Die Grundschule vermittelt eine grundlegende Bildung durch vorfachlichen, fachlichen, fachübergreifenden und fächerverbindenden Unterricht und führt die Schülerinnen und Schüler zum weiterführenden Lernen in der Sekundarstufe I. Sie umfasst die Schulanfangsphase (Jahrgangsstufen 1 und 2) und die Jahrgangsstufen 3 bis 6.“ (§ 20, Abs. 1 des Schulgesetzes 2004)

Nicht das Kind muss schulfähig sein, sondern der Schulanfang wurde so gestaltet, dass jedes Kind adäquat gefördert wird. Die ersten und zweiten Klassen werden zur jahrgangsgemischten Schulanfangsphase zusammengelegt. Diese Schulanfangsphase können die Kinder in 1, 2 oder 3 Jahren durchlaufen - je nach individuellen Voraussetzungen und Lerntempo. Sozialkontakte bleiben erhalten und jeder kommt einmal in die Helferposition.

Ab dem Schuljahr 2007/2008 hat jedes Kind ein Recht auf Lernen in altersgemischten Gruppen bei einer flexiblen Verweildauer in der Schulanfangsphase zwischen 1 und 3 Jahren. Der vorgezogene Schuleintritt, der Verzicht auf Zurückstellungen, das Lernen in jahrgangsgemischten Gruppen, die Erhebung der Lernausgangslage (LauBe) und die daran anknüpfende individuelle Förderung bei flexibler Verweildauer (ein - drei Jahre, wobei das ggf. erforderliche dritte Jahr nicht auf die Schulbesuchszeit angerechnet wird) stehen in einem systemischen Zusammenhang. Die angestrebte Qualitätsentwicklung
im Bereich des Anfangsunterrichts ist erst durch das Zusammenwirken dieser Elemente möglich.

2. Konsequenzen für den schulischen Alltag

Hier müssen wir in der Schule ansetzen. Die Organisationsformen, Unterrichtsformen, Lernformen verändern sich grundsätzlich, um dem Anspruch des Schulgesetzes zu genügen. Lernen in der Schulanfangsphase setzt auf individuelle Förderung - für passgerechte

Förderung gilt es zu fragen:

Was kann das Kind schon? Was muss es noch lernen? Was soll es im nächsten Schritt lernen?

2.1. Jahrgangsmischung fördert Potenziale der Kinder

Kinder kommunizieren sach- und aufgabenbezogen miteinander.
Leistungsschwache Kinder erleben sich beim Unterstützen jüngerer Kinder als kompetent, das stärkt ihr Selbstkonzept und ihre Lernbereitschaft.
Leistungsstarke Kinder werden durch Modelle älterer Kinder und Lernangebote für die nächsthöheren Jahrgangsstufen herausgefordert.

2.2. Jahrgangsmischung fordert veränderte Unterrichtskonzepte

Lehrer unterrichten in den jahrgangsgemischten Lerngruppen in unterschiedlichen Niveaustufen, bieten binnendifferenzierte Lernarrangements an und fördern und fordern Kinder. Sie dokumentieren den Lernprozess der Kinder und informieren und beraten die Eltern über den Lernstand und Lernfortschritt ihres Kindes.

In der Schulanfangsphase findet der Förderunterricht (in den Fächern Deutsch und Mathematik) für Kinder mit kurzfristigem Förderbedarf in kleinen Gruppen möglichst zusätzlich zum regulären Unterricht statt.

In Zusammenarbeit mit dem Sonderpädagogen der Schule werden Lernschwächen und Wahrnehmungsstörungen erkannt und die Kinder durch entsprechende Angebote zur Förderung unterstützt, z.B. in temporären Lerngruppen.

Lehrer, Erzieher und Sonderpädagoge der Schulanfangsphase bilden ein Team, tauschen sich aus sowie beraten sich in ihren wöchentlichen Teambesprechun- gen, die fest im Stundenplan verankert sind.


2.3. Jahrgangsmischung fordert veränderte Formen bei der Stundenplangestaltung

Die Einbindung von einer Sonderpädagogin und Erziehern in den Unterricht der jahrgangsgemischten Lerngruppen sowie regelmäßige Teambesprechungen zwischen Lehrern, Erziehern und der Sonderpädagogin sind bei uns an der Schule im Stundenplan fest verankert.

Zusammenfassung

Der Lernprozess wird in der Schulanfangsphase an das Entwicklungsniveau des Kindes angepasst.

Die von den jeweiligen Lehrern festgelegten Lernziele entsprechen dem Berliner Rahmenlehrplan. Den Lehrern geht es vorrangig darum, dass jedes Kind sein individuelles Lernziel mitgestaltend erreicht.

Jedes Kind wird die offene Schulanfangsphase seinem individuellen
Lernfortschritt entsprechend innerhalb von - in der Regel - zwei Jahren
in altersgemischten Gruppen durchlaufen.

Feste Rituale kennzeichnen den Tagesablauf.

Es wird mit Tagesaufgaben und Wochenplänen, in Projekten und Stationen gearbeitet. Ebenso bestimmen auch gemeinsame Stunden den Unterricht.

Im vorfachlichen, verbundenen Unterricht (VU) werden die Lernbereiche
Deutsch, Mathematik, Sachkunde, Musik, Kunst und Sport miteinander
verknüpft. Religionsstunden und Förderstunden findet mit je zwei Wochenstunden statt.


Rhythmus der Schulanfangsphase:

Betreuung ab 7.30 Uhr
1. Block: 8.00 - 9.40 Uhr - Hofpause -
2. Block: 10.00 - 11.40 Uhr - Hofpause -
3. Block: 12.00 - 13.30 Uhr

Im Anschluss besteht die Möglichkeit der kostenpflichtigen Hortbetreuung.
Ansprechpartnerin dazu ist Frau Götz, die koordinierende Erzieherin.

Die Jahrgangsstufen 3-6

Wie geht es weiter?
Es gibt keine strukturellen Vorgaben für die Fortsetzung des jahrgangsübergreifenden Lernens in den Klassenstufen 3 – 6 seitens des Senats. Es sind keine zusätzlichen Erzieherstunden oder Stunden der Sonderpädagogin, finanzielle Mittel oder Sonderausstattungen vorgesehen.

Daher wird an der Grundschule am Tegelschen Ort ab Klassenstufe 3 wieder in homogenen Klassenverbänden unterrichtet.

Vielfältige Unterrichtsformen neben frontalen Phasen im Unterricht und der Partner- oder Gruppenarbeit greifen die erworbenen Kompetenzen aus der Schulanfangsphase auf und werden weiterentwickelt.

Diese können z.B. sein:

- Lernen an Stationen
- Arbeit mit Tagesplänen
- Wochenplanarbeit
- Portfolio
- Lerntagebücher
- Lernbuffet
- Werkstattarbeit

Bei diesen Unterrichtsformen ist insbesondere eine individuelle Förderung und Forderung durch differenzierte Maßnahmen im gemeinsamen Unterricht möglich.

Eine gründliche und intensive Vorbereitung auf den Übergang zur weiterführenden Schule steht im Vordergrund. Die Vielzahl unserer Schüler streben den Erwerb des Abiturs an, welches nach der Schulstrukturveränderung zum Schuljahr 2010/2011 sowohl auf dem Gymnasium als auch auf den Sekundarschulen erreicht werden kann.

Es sind Kooperationen mit den umliegenden Gymnasien wie der Schulfarm Insel Scharfenberg, Humboldt-Oberschule, Gabriele-von Bülow-Oberschule in Vorbereitung.
Sobald Standorte der zukünftigen Sekundarschulen feststehen, sollen weitere Kooperationen durchgeführt werden.

Im 3. Schuljahr
Die Fächer Deutsch und Mathematik werden im 4. Schuljahr mit jeweils
5 Stunden in der Woche unterrichtet.


Englisch oder Französisch

Lange Zeit begann der Englisch-/ Französischunterricht in Berlin traditionell erst in der 5. Klasse. Doch inzwischen hat sich vieles geändert: Heute lernen bereits Drittklässler ihre ersten englischen/französischen Wörter in der Schule.
Es ist allgemein bekannt, dass Kinder eine Fremdsprache umso leichter und ungezwungener lernen, je früher sie damit beginnen können. Im 3. und 4. Schuljahr begegnen sie der Fremdsprache in Liedern, Reimen, Geschichten und Spielen mit viel Spaß. Dabei werden „ganz nebenbei“ Wortschatz, Satzstrukturen und Aussprache gelernt.
Die Schwerpunkte des frühen Englisch-/ Französischunterrichts liegen auf dem Sprechen und dem Hörverstehen.
Aber es wird natürlich auch schon Englisch / Französisch gelesen und geschrieben.
Die SchülerInnen lernen und arbeiten mit vielfältigen Medien, die alle Sinne und Lerntypen ansprechen, z.B. mit Büchern, CDs, Arbeitsheften, Basteleien, englischen Bilderbüchern, Wort- und Bildkarten, viel Musik sowie Lernprogrammen am Computer.

Damit die Kinder die Möglichkeit haben, sich in die neue Sprache „einzuhören“, spricht die Lehrerin im Unterricht fast ausschließlich Englisch / Französisch. Ein weiterer Vorteil des frühen Fremdsprachenunterrichts ist, dass (fast) alle SchülerInnen auf demselben Niveau beginnen. So haben auch Kinder nichtdeutscher Herkunftssprachen die selben Möglichkeiten, in der neuen Sprache heimisch zu werden. Drittklässler erhalten 2 Stunden, Viertklässler 3 Stunden Englisch-/ Französischunterricht pro Woche. In der 3. Klasse wird
die Leistung verbal bewertet; Noten gibt es erst ab dem 4. Schuljahr.

Die Jahrgangsstufen 5/6

Die Fächer Deutsch und Mathematik werden mit jeweils 5 Stunden in der
Woche unterrichtet.

Englisch wird in der 5. Klasse 4 Stunden und in der 6. Klasse 5 Stunden
pro Woche unterrichtet.

Naturwissenschaften wird in 4 Wochenstunden erteilt.

Die Fächer Geschichte und Geographie teilen sich 3 Wochenstunden übers Jahr, im 1. Halbjahr ein Fach zwei, das andere eine Stunde, im 2. Halbjahr umgekehrt.

Bildende Kunst findet an 2 Stunden in der Woche statt.

Musik findet an 2 Stunden in der Woche statt.

Sportunterricht findet an 3 Stunden pro Woche statt.

Bei der Schwerpunktbildung „Förderung der Lesekompetenz“ werden im

Deutschunterricht zusätzliche Angebote mit 2 Wochenstunden erteilt.